Förderverein Schloss und Park Lauterbach e. V.
Förderverein Schloss und Park Lauterbach e. V.

Sanierung des Ersten Obergeschosses 

Foto Brühl/sz

Margot Fehrmann wurde für ihren unermüdlichen Einsatz im vorigen Jahr zum Ehrenmitglied des Fördervereins Schloss & Park Lauterbach ernannt. Diese Geste des Dankes hat sie sehr gerührt.

Mit Schloss Lauterbach konnte sie im Rahmen ihres vielfältigen Vereinsleben Erfolge mit großer Öffentlichkeitswirksamkeit vorweisen. 

Mit der SZ-Schlössertour und dem Sommerfest des Landrates holte sie überregionale Veranstaltungen nach Lauterbach, die das Schloss bekannter machten, für neue Kontake sorgten und Impule für die weitere Sanierung und Nutzung gaben.

Die Familie würdigt nun dieses besondere Verhältnis der am 10. September 2018 verstorbenen Bürgermeisterin zu Schloss Lauterbach, indem sie dem Förderverein Kondolenzspenden zugute kommen lassen möchte, um Projekte zu wirklichen die ihr sehr am Herzen lagen.

Vorbereitungen und Konzept 

Ein großer Wunsch von Margot Fehrmann war die Einrichtung eines Schloss-Standesamtes im gegenwärtig jedoch noch unsanierten ersten Obergeschoss.

 

Baufreiheit im ersten Obergeschoss 

Mit Ihren Kondolenzspenden haben Sie dazu beigetragen, dass der Schlossverein mit den Vorbereitungsarbeiten für die schrittweise Sanierung beginnen konnte. Dazu wird die erste Etage gegenwärtig beräumt.

Während die Exponate von Zoll und Polizei nun künftig im zweiten Obergeschoss zu besichtigen sein werden, zieht die Bücherstube ins Kavaliershaus neben dem Schloss. Der Förderverein hat deshalb in der Winterpause 2018/2019 die Räume des Nebengebäudes und des zweiten Obergeschosses entrümpelt und entsprechend hergerichtet.

 

In der Winterpause 2019/2020 erfolgten die Planung der weiteren Arbeiten. In einem aufwändigen und kostenintensiven restauratorischen Gutachten konnten interessante historische Hinterlassenschaften freigelegt werden.

Wir haben anschließend damit begonnen, die ursprünglichen Raumstruktur des 18. Jahrhunderts im 1. Obergeschosses wiederherzustellen.

Mittlerweile sind nun schon fast alle im 19. und 20. Jahrhundert nachträglich eingefügten Wände entfernt, zugemauerte Türen wieder geöffnet und Türöffnungen, welche es historisch gar nicht gab, geschlossen. Auch alte Fußböden mit Felderdielung wurden freigelegt, wobei leider auch große Schadbefunde an alten Balken zum Vorschein kamen.

Manchmal haben wir uns dabei auch den Tadel der Denkmalschutzbehörde eingehandelt, weil vorher Besprochenes ohne Schriftverkehr dann wohl doch zu schnell umgesetzt wurde.

Insgesamt wurden bei den Arbeitseinsätzen 1.020 kg Sauerkrautplatten und 28 m³ Bauschutt zur Entsorgung gebracht, wobei die Entsorgungsfirma den Abtransport gesponsert hat.

Nun gibt es wieder wunderbare Enfiladen (Sichtachsen) durch die ganze Etage!

Die ebenfalls für den Rückbau vorgesehenen Bretterwände im Balkonzimmer (zukünftiges Standesamt) werden noch entfernt, sobald der Bauantrag genehmigt ist.

In diesem 1. Ober- Geschoss wollen wir nun die Geschichte des Schlosses aber auch des Ortes Lauterbach erzählen. Es ist geplant, spezielle Zimmern der Historie der Schlossherrenfamilien zu widmen und verschiedene passende Exponate zu zeigen.

So wird es ein v. Kirchbach-, v. Zehmen-, und v. Palm-Zimmer geben.

 

Bevor es aber mit der Sanierung des 1. Obergeschosses losgehen kann, müssen erst die maroden Fenster aufgearbeitet oder erneuert werden.

Bei den 28 - teilweise mehrere hundert Jahre alten - vierflügeligen barocken Kreuzstockfenstern und ihren inneren Fensterläden hat die Denkmalpflege aber kategorisch ihre Finger drauf. Deshalb werden wir nun gemäß Kostenschätzung mehr als 100.000 € benötigen. Es gibt EU- Fördermittel über den Dresdner Heidebogen, die Eigenmittel trägt der Förderverein, denn die Gemeinde hat keine Möglichkeiten der Finanzierung. 

 

Finanzielle Unterstützung erhofft

Für die denkmalgerechte Wiederherstellung des ersten Obergeschosses und die Einrichtung des Standesamtes sind noch viele Schritte und vor allem finanzielle Mittel in großem Umfang nötig.
Weil der kommunale Haushalt nicht belastbar ist, hofft der Förderverein auf weitere Unterstützung im Rahmen eines neuen Spendenprojektes: "Werden Sie Fensterpate!"

Über den Fortschritt der Sanierung werden wir an dieser Stelle und auf unserer Facebook-Seite informieren.

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