Förderverein Schloss und Park Lauterbach e. V.
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Rettung der barocken Bild-Tapeten

Teils in Bahnen auf Ständern, teils in Rollen gelagert, Schloss Moritzburg beherbergt Reste der barocken Bildtapeten, die einst die Wände von Schloss Lauterbach zierten.

 

Stilvoller Wandschmuck von vornehmer Wirkung in Öl gemalt war im 18. Jahrhundert in den Wohngemächern feiner Herrschaften üblich.

In Lauterbach hatte sich in dieser Zeit die Familie von Palm niedergelassen und lebte hier über 200 Jahre. Sie hatte den Gartensaal des Schlosses mit Wandbespannungen ausgekleidet, auf denen dekorative Landschaftsbilder und Schäferszenen zu bewundern waren, die wie Ölgemälde wirkten.
 

Auch im Musiksalon und im Herrenzimmer waren Wandbespannungen angebracht, teils aus Leinwand mit in Öl gemalten Jagd und Fischereiszenen oder Landschaften, teils aus Seide bestehend mit breit gewebten Goldborten verziert.

Die Wandbespannung im Damenzimmer war aus Leinwand mit in Öl gemalten Motiven auf gelben Grund, rhombisch aufgeteilt mit einem Blumenstrauß in jedem Feld.

 

Als das Schloss 1945 in Volkseigentum überging, wurden die bereits durch die Nutzung des Schlosses als Unterkunft für die Rote Armee und als Kinderferienlage stark beschädigten Tapeten von Gartensaal und Damenzimmer nach Schloss Moritzburg ausgelagert und aufbewahrt. Somit konnten sie zum Glück bis in die Gegenwart erhalten werden. Sie lagern nun schon mehrere Jahrzehnte hier und sind mittlerweile zum Teil in einem bedenklichen Zustand.
Im Jahre 1998 wurden die Tapetenstücke letztmalig restauratorisch konserviert und lagern seitdem waagerecht auf ein Holzregal gelegt im Schloss Moritzburg. Diese Konservierung konnte jedoch nicht gänzlich vor dem Verfall schützen, so erfuhren wir aus Fachkreisen.

 

Eine Restaurierung ist nun dringend geboten, um diese wertvollen Kunstschätze vor dem restlosen Verfall zu schützen.

 

Um dem Nutzungskonzept des Schlosses zu entsprechen, ist im Einvernehmen mit der Denkmalpflege geplant, die restaurierten Tapeten aus dem Gartensaal in den Räumen des ersten Obergeschosses des Schlosses zu präsentieren. Hier befindet sich der Balkonsaal, dessen Maße mit denen des Gartensaales übereinstimmen. Alle weiteren Tapetenstücke können in den anderen entsprechenden Räumen des ersten Obergeschosses präsentiert werden. Auch diese Räume stimmen in ihren Maßen mit den Räumen des Erdgeschosses

 

In einem ersten Teilprojekt (beantragte Maßnahme) sollen die Tapetenoberflächen gesichert und die Transportfähigkeit hergestellt werden sowie der Transport aus dem Depot im Schloss Moritzburg an einen zukünftigen Standort realisiert werden. Dazu gibt es von Restaurator Roland Flachmann einer Kostenzusammenschätzung. 

 

Dazu bitten wir die DSDS um Unterstützung im Jahr 2027 und um fördermittel vom Freistaat Sachsen.

 

In einem zweiten Teilprojekt soll zu einem späteren Zeitpunkt die finale Restaurierung der Tapetenreste stattfinden.

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